Sachkundeprüfung nach § 34a GewO: der Überblick zum 34a‑Schein
Die 34a Sachkundeprüfung ist eine IHK-Prüfung aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Wer sie besteht, darf alle Bewachungstätigkeiten ausüben, auch die anspruchsvollen. Sie gilt bundesweit und ersetzt die Unterrichtung.
120Minuten
dauert der schriftliche Teil: Multiple-Choice-Fragen, auf Papier oder am Bildschirm
ca.15Minuten
dauert der mündliche Teil pro Teilnehmer, an einem zweiten Termin
2Jahre
hast du nach dem bestandenen schriftlichen Teil Zeit für den mündlichen Teil
1Entscheiden
2Anmelden
3Schriftlich
4Mündlich
5Zeugnis
Der Weg zum 34a-Schein in fünf Etappen. Diese Seite hilft dir bei Etappe 1: klären, ob du die Sachkundeprüfung brauchst und was auf dich zukommt.
Grundlagen
Was ist die 34a Sachkundeprüfung?
Der 34a-Schein ist der umgangssprachliche Name für den Nachweis der Sachkunde im Bewachungsgewerbe. Rechtlich steht dahinter § 34a der Gewerbeordnung in Verbindung mit § 9 der Bewachungsverordnung: Dort ist geregelt, dass du den Nachweis über eine Prüfung erbringen kannst.
Mit der bestandenen Prüfung zeigst du, dass du die rechtlichen Vorschriften sowie deine Pflichten und Befugnisse kennst und in der Praxis anwenden kannst. Es geht also nicht nur um auswendig gelerntes Wissen, sondern darum, dass du Bewachungsaufgaben eigenverantwortlich übernehmen kannst.
Abgenommen wird die Prüfung von den Industrie- und Handelskammern. Bei der IHK meldest du dich an, sie beruft den Prüfungsausschuss und stellt am Ende die Bescheinigung aus. Anmeldung, Termine und Prüfungsort liegen also komplett bei der Kammer, nicht bei uns. Wie das Schritt für Schritt abläuft, zeigt dir die Seite zur IHK-Sachkundeprüfung.
An eine bestimmte Kammer bist du dabei nicht gebunden: Du kannst die Prüfung bei jeder IHK ablegen, die sie anbietet. Sind an deinem Wunschort alle Termine ausgebucht, kannst du dich an eine andere Kammer wenden, statt lange zu warten. Der Nachweis gilt bundesweit, denn die Prüfungsausschüsse übernehmen die überregional erstellten Prüfungsaufgaben. Der Anspruch ist damit an allen Standorten vergleichbar, auch wenn die Organisation vor Ort unterschiedlich geregelt sein kann.
Auf einen Blick
Rechtsgrundlage§ 34a GewO und § 9 BewachV
Prüfende StelleIndustrie- und Handelskammern, freie Wahl der Kammer
Geltungbundesweit, mit überregional einheitlichen Prüfungsaufgaben
Dein NachweisBescheinigung nach Anlage 3 der BewachV
BonusDie bestandene Prüfung ersetzt die Unterrichtung
Das heißt für dich
Du kannst dir die IHK frei aussuchen und bekommst überall einen gleichwertigen, bundesweit gültigen Nachweis. Die Bescheinigung nach Anlage 3 ist das Dokument, das du später im Erlaubnisverfahren und beim Arbeitgeber vorlegst.
Aufbau und Ablauf
Wie ist die 34a Sachkundeprüfung aufgebaut?
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, die getrennt bewertet werden. Du musst beide bestehen, damit die Prüfung insgesamt bestanden ist: Ein starkes schriftliches Ergebnis gleicht einen schwachen mündlichen Teil nicht aus. Die Reihenfolge liegt fest, denn zum mündlichen Teil kommst du nur mit bestandenem schriftlichen Teil.
Teil 1: Schriftlich
120Minuten
Multiple-Choice-Fragen
Auf Papier oder in elektronischer Form: das Verfahren bestimmt die jeweilige Kammer
bestanden?Erst dann gibt es die Einladung zum Gespräch
Teil 2: Mündlich
ca.15Minuten
Pro Teilnehmer, an einem zweiten Termin
Einladung kommt per Mail: genau lesen und zur Prüfung mitnehmen, darin stehen Termin und Ort
2 Jahre FristNach dem bestandenen schriftlichen Teil hast du zwei Jahre Zeit für den mündlichen Teil. Danach verfällt das schriftliche Ergebnis.
Beliebig wiederholbarNicht bestanden? Du kannst die Prüfung so oft wiederholen, wie du willst. Ohne bestandenen schriftlichen Teil gibt es aber keinen Gesprächstermin: Dann wiederholst du zuerst den schriftlichen Teil.
Keine ZulassungsvoraussetzungenWeder ein Lehrgang noch eine andere Vorbedingung wird geprüft. Die Vorbereitung liegt vollständig bei dir. Dass niemand einen Kurs vorschreibt, heißt aber nicht, dass du dir den Stoff allein zusammensuchen musst: Wie du die sieben Sachgebiete der Reihe nach durchgehst und übst, zeigen wir dir auf der Seite Vorbereitung.
Prüfungssprache DeutschIn beiden Teilen, eine Übersetzung ist nicht vorgesehen. Du solltest die Sprache so weit beherrschen, dass du die Fragen sicher verstehst.
Nicht öffentlichDie Prüfung selbst ist nicht öffentlich, Zuschauer gibt es nicht.
Am Ende: Anlage 3Hast du beide Teile bestanden, bekommst du die Bescheinigung nach Anlage 3 der BewachV, deinen eigentlichen Sachkundenachweis.
Welche Sachgebiete werden geprüft?
Geprüft werden sieben Gebiete. Wie tief ein Thema sitzen muss, steht nicht im Gesetz, sondern im Rahmenplan Bewachungsgewerbe: Dort findest du neben den Sachgebieten auch die Schwerpunkte für den mündlichen Teil und die sogenannten Taxonomiestufen, an denen du die geforderte Lerntiefe ablesen kannst. Mehr dazu auf der Seite Lernmaterial und Rahmenplan.
Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnungeinschließlich Gewerberecht
DatenschutzrechtUmgang mit personenbezogenen Daten im Dienst
Plane zwei Termine ein und nimm beide Teile ernst: Du musst jeden für sich bestehen. Antreten kannst du ohne Lehrgang, aber die Vorbereitung liegt komplett bei dir, und geprüft wird auf Deutsch. Dass kein Kurs vorgeschrieben ist, bedeutet allerdings nicht, dass du allein dastehen musst. Die Verordnung sagt dir, was geprüft wird, nicht aber, ob du es schon kannst. Genau dafür gibt es unsere Vorbereitung: Sie nimmt dich Sachgebiet für Sachgebiet mit und lässt dich so lange üben, bis du selbst siehst, wo du stehst.
Pflicht oder nicht?
Wer braucht die Sachkundeprüfung?
Bevor du klärst, ob du die Sachkundeprüfung brauchst, steht eine einfachere Frage: Liegt überhaupt eine Bewachungstätigkeit vor? Erst danach entscheidet sich, ob die Unterrichtung reicht oder die Prüfung nötig ist.
Frage 1Bewachst du gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen?
Das Wort fremd ist die häufigste Stolperfalle. Wer direkt beim Betreiber des Objekts angestellt ist, bewacht kein fremdes Eigentum: Ein Türsteher auf der Lohnliste der Diskothek fällt nicht darunter. Arbeitet dieselbe Person für ein Bewachungsunternehmen, sieht es anders aus.
Wenn neinKeine Bewachungstätigkeit
Dann gilt weder Unterrichtungs- noch Sachkundepflicht.
wenn ja, weiter zu Frage 2
Frage 2Gehört deine Aufgabe zu den fünf sachkundepflichtigen Gebieten, oder führst du ein Bewachungsgewerbe?
Die fünf Gebiete stehen direkt unter diesem Kasten. Gewerbetreibende, Geschäftsführer und Betriebsleiter brauchen die Sachkunde unabhängig von der konkreten Tätigkeit.
Wenn jaSachkundeprüfung nötig
Der Nachweis muss vor Beginn der Tätigkeit vorliegen.
wenn nein
ErgebnisFür die übrigen Bewachungstätigkeiten reicht die Unterrichtung.
Sie umfasst 40 Stunden Wissensvermittlung ohne Prüfung. Alles dazu auf der Seite Unterrichtung nach § 34a.
AlternativeUnterrichtung reicht
Die Liste der typischen Tätigkeiten findest du weiter unten.
5
Fünf Tätigkeitsgebiete sind sachkundepflichtig
Für diese Aufgaben verlangt das Gesetz die bestandene 34a Sachkundeprüfung. Bei zweien davon gilt das nur für die leitende Funktion, also für Personen, die für die Organisation der Bewachung vor Ort verantwortlich und weisungsbefugt sind.
1
Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum
oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr
Entscheidend ist, dass du einen größeren Bereich durch Umhergehen oder Umherfahren bewachst und dieses Kontrollgehen die Hauptleistung ist. Zum öffentlichen Verkehrsraum gehören Straßen, Bahnhöfe, Wege, Parkanlagen und Vorplätze öffentlich zugänglicher Gebäude, etwa eines Rathauses. Hausrechtsbereiche mit tatsächlich öffentlichem Verkehr sind private Räume oder privates Gelände, die der Eigentümer der Allgemeinheit öffnet: frei zugängliche Empfangshallen, Schulgebäude, Krankenhäuser, teilweise Universitäten und Kongresshallen sowie, soweit frei zugänglich, Gerichte, Sportanlagen, Einkaufszentren, Kaufhäuser, Geschäfte und bestimmte Ladenpassagen.
Typische Beispiele mit Sachkundepflicht
Kontrollgänge auf U-Bahnhöfen und in S-Bahnen
Kontrollgänge in Fußgängerzonen und Citystreifen
Kontrollgänge in Empfangshallen von Flughäfen
Kontrollgänge in Kaufhäusern und Ladenpassagen
Bestreifung öffentlicher Parks und Einkaufszentren
Kein Kontrollgang in diesem Sinn
Wer mehrere Gebäude stationär bewacht und dazwischen nur die Wege zurücklegt
2
Schutz vor Ladendieben
Kaufhaus- und Einzelhandelsdetektive
Gemeint sind Detektive, die für ein gewerbliches Bewachungsunternehmen arbeiten. Detektive, die beim Kaufhaus selbst angestellt sind, üben nach dieser Abgrenzung keine Bewachung aus und brauchen die Sachkunde nicht.
3
Einlasskontrollen in gastgewerblichen Diskotheken
Türsteher im Einlassbereich
Es zählt, ob es sich um eine gastgewerbliche Diskothek handelt. Merkmale dafür sind groß dimensionierte Musikanlagen, eine Tanzfläche, ein Diskjockey, überdurchschnittliche Musikbeschallung und ein geringes Speisenangebot.
Zählt nicht als Diskothek
Tanztees und Bälle
Senioren- und Jugendtanzveranstaltungen
Nachtlokale, auch wenn dort Türsteher arbeiten
Gut zu wissen
Die Einordnung fällt regional unterschiedlich aus: Bei Unsicherheit klärst du das vorab mit der zuständigen Behörde
Mögliche Auflage: Das Gewerbeamt kann bei der Erlaubnis für eine Diskothek anordnen, dass die Zugangskontrolle nur von Personal mit bestandener Sachkundeprüfung ausgeübt wird, selbst wenn dieses Personal beim Betreiber angestellt ist. Solche Auflagen sind auch bei anderen Veranstaltungen möglich.
4
Flüchtlingsunterkünfte in leitender Funktion
verantwortlich und weisungsbefugt vor Ort
Es geht um Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte nach dem Asylgesetz sowie andere amtliche Unterbringungen von Asylsuchenden oder Flüchtlingen. Sachkundepflichtig ist nur die leitende Funktion, also wer die Bewachung vor Ort organisiert und weisungsbefugt ist.
5
Zugangsgeschützte Großveranstaltungen in leitender Funktion
ab 5.000 Besucher unter freiem Himmel
Als Großveranstaltung gilt ein zugangsgeschütztes Ereignis ab 5.000 Besucher unter freiem Himmel: organisierte Ereignisse sportlicher, kultureller, kirchlicher, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Art, ohne Versammlungen im Sinne des Grundgesetzes zu sein. Auch hier gilt die Pflicht nur für die leitende Funktion.
Immer sachkundepflichtig
Gewerbetreibende und Führungskräfte im Bewachungsgewerbe
Unabhängig von der konkreten Tätigkeit brauchen Gewerbetreibende im Bewachungsgewerbe den Sachkundenachweis. Der Bewachungsunternehmer braucht die Sachkunde zusätzlich, soweit er selbst sachkundepflichtige Bewachungen erbringt. Wer sich selbstständig machen will, braucht außerdem eine Gewerbeerlaubnis vom zuständigen Gewerbeamt, und auch die Mitarbeiter müssen zuverlässig und fachlich geeignet sein.
Für viele andere Bewachungstätigkeiten genügt die Unterrichtung mit 40 Stunden, eine Prüfung ist dafür nicht nötig:
Geld- und Werttransporte
Pfortendienste mit Zugangskontrolle
Tätigkeit im vom Einlass getrennten Auslassbereich einer Diskothek
Zugangskontrolle bei Gaststätten
Zugangskontrolle mit möglicher Zutrittsverweigerung bei sonstigen Veranstaltungen wie Konzerten, einschließlich Durchsuchungen am Eingang
Zugangskontrolle mit möglicher Zutrittsverweigerung zum Fußballstadion
Posten an nicht verschlossenen Stadiontoren
Bewachungspersonal vor der Bühne oder vor dem Backstage-Bereich
Bewachungspersonal in den Wellenbrechern
Zugangskontrolle wegen Überfüllung in Bierzelten
Revierwachmann nach Dienstschluss in verschlossenen öffentlichen Gebäuden und um abgezäunte Firmengebäude
Personenschützer
Haushüter mit Schwerpunkt Bewachungstätigkeit
Museumswächter
Bierzelte: Bei Einlasskontrollen von Bierzelten und anderen Festzelten ist kein Sachkundenachweis nötig. Museumswächter sind ein Grenzfall: Weil im Stand bewacht und nur der Raum gewechselt wird, gilt das in der Regel nicht als Kontrollgang. Manche Behörden stufen die Museumstätigkeit anders ein, eine Nachfrage vor Ort schafft Klarheit.
Faustregel im Veranstaltungsbetrieb: Einlasskontrolle, Zutrittsverweigerung, Durchsuchung am Eingang, Posten am Stadiontor, Bühnen- und Backstage-Bereich sowie Wellenbrecher sind Unterrichtungstätigkeiten. Sobald jemand die Bewachung vor Ort organisiert und weisungsbefugt ist, wird daraus eine leitende Funktion mit Sachkundepflicht.
Wichtig für deine Zeitplanung: Der Nachweis muss vor Beginn der Tätigkeit vorliegen. Wenn du eine sachkundepflichtige Stelle antreten willst, meldest du dich also rechtzeitig vorher bei einer IHK zur Prüfung an. Wie das geht, steht auf der Seite zur IHK-Sachkundeprüfung.
Bleibt bei deiner konkreten Stelle offen, ob Unterrichtung oder Sachkunde nötig ist, entscheidet das Gewerbeamt über die Zuordnung der einzelnen Tätigkeit. Die Industrie- und Handelskammern beraten dazu, ihre Zuordnungslisten sind eine Orientierungshilfe und keine verbindliche Entscheidung. Bei Grenzfällen ist die Rückfrage beim Gewerbeamt der sichere Weg.
Das heißt für dich
Prüfe zuerst, ob deine Aufgabe überhaupt eine Bewachung fremden Eigentums ist, und dann, ob sie in eines der fünf Gebiete fällt. Im Zweifel entscheidet das Gewerbeamt, nicht die Kammer. Und plane die Prüfung so, dass der Nachweis vor dem ersten Arbeitstag da ist.
Zwei Wege, ein Paragraf
Unterrichtung oder Sachkundeprüfung: was ist der Unterschied?
Für den 34a-Nachweis gibt es zwei verschiedene Wege, und sie sind keine zwei Stufen desselben Kurses. Die Sachkundeprüfung ist auch keine abgeprüfte Unterrichtung: Verlangt werden vertiefte Kenntnisse im Recht, im Umgang mit Menschen und in der Sicherheitstechnik, entsprechend höher liegt der Vorbereitungsaufwand.
Unterrichtung
der einfachere Weg
Was es ist
Reine Wissensvermittlung: Du sitzt etwa 40 Unterrichtsstunden im Unterricht.
Prüfung
Keine. Am Ende bekommst du die Unterrichtungsbescheinigung nach § 34a GewO.
Reicht für
Die einfacheren Bewachungstätigkeiten, etwa Pfortendienste oder Geld- und Werttransporte.
Sachkundeprüfung
die breitere Qualifikation
Was es ist
Eine echte Prüfung mit zwei Teilen. Der schriftliche Teil läuft je nach Kammer digital oder auf Papier, dazu kommt das mündliche Prüfungsgespräch.
Prüfung
Beide Teile müssen getrennt bestanden werden. Danach gibt es die Bescheinigung nach Anlage 3 der BewachV.
Reicht für
Alle Bewachungstätigkeiten: die fünf sachkundepflichtigen Gebiete, Führung und Selbstständigkeit sowie sämtliche Unterrichtungstätigkeiten.
Die bestandene Sachkundeprüfung ersetzt die Unterrichtung, umgekehrt gilt das nicht. Wenn dein Einsatzbereich später wechseln kann, ist sie die breitere Qualifikation. Den vollständigen Vergleich mit Ablauf und Kosten findest du auf der Seite Unterrichtung nach § 34a.
Abkürzungen
Wer ist von der 34a Sachkundeprüfung befreit?
Nicht jeder muss die Prüfung wirklich ablegen. Wer schon eine passende Abschluss- oder Laufbahnprüfung bestanden hat, legt einfach dieses Zeugnis vor: Es gilt dann als Nachweis der Sachkunde. Vier Wege führen an der Prüfung vorbei.
Weg 1: Berufsabschlüsse
Abschlüsse aus der Sicherheitsbranche
Anerkannt sind sechs Abschlüsse. Hast du einen davon, entfällt die Prüfung:
Geprüfte Werkschutzfachkraft
Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft
Servicekraft für Schutz und Sicherheit
Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Geprüfter Meister oder geprüfte Meisterin für Schutz und Sicherheit
Geprüfter Werkschutzmeister oder geprüfte Werkschutzmeisterin
Weg 2: Laufbahnprüfungen
Öffentlicher Dienst ab mittlerem Dienst
Laufbahnprüfungen zählen erst ab dem mittleren Dienst. Ein Dienstverhältnis allein reicht nicht, du brauchst das Prüfungszeugnis:
Polizeivollzugsdienst eines Landes oder des Bundes
Justizvollzugsdienst
Waffentragender Bereich des Zolldienstes
Feldjägerdienst der Bundeswehr
Weg 3: Jurastudium
Rechtswissenschaft plus IHK-Unterrichtung
Ein abgeschlossenes rechtswissenschaftliches Studium befreit nur zusammen mit einem Unterrichtungsnachweis der Industrie- und Handelskammer über die Sachgebiete nach § 7 Nummer 4 bis 6 der BewachV. Der Grund ist einfach: Juristisches Wissen deckt praktische Themen wie den Umgang mit Menschen oder die Sicherheitstechnik nicht ab.
Weg 4: Altfallregelung
Langjährig Beschäftigte, Stichtag 1. Januar 2003
Befreit ist, wer am 1. Januar 2003 bereits seit mindestens drei Jahren ohne Unterbrechung befugt sachkundepflichtige Bewachungstätigkeiten ausgeübt hat. Die Hürde steckt im Wort befugt: Angestellte galten nur dann als befugt tätig, wenn sie an der seit dem 1. April 1996 vorgeschriebenen Unterrichtung teilgenommen hatten. Wer schon am 31. März 1996 im Bewachungsgewerbe gearbeitet hat und deshalb davon freigestellt war, gilt ebenfalls als befugt tätig. Auch dann müssen zusätzlich die drei Jahre ohne Unterbrechung bis zum 1. Januar 2003 nachgewiesen werden: Beide Bedingungen müssen zusammen erfüllt sein.
Sonderfall Berlin: Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft
Abschlüsse bis zum 9. März 2018 reichen für eine Befreiung nicht aus, weil die damalige Prüfung inhaltlich nicht genügte. Ab dem 10. März 2018 gilt eine neue besondere Rechtsvorschrift, seitdem befreit der Abschluss vom Sachkundenachweis. Prüfe bei einem älteren Zeugnis deshalb zuerst das Datum, auch wenn die Bezeichnung gleich klingt.
Abschluss bis 09.03.2018keine Befreiung
Abschluss ab 10.03.2018befreit vom Sachkundenachweis
Wer entscheidet über die Befreiung?
Über die Befreiung entscheidet nicht die Kammer, sondern das zuständige Gewerbe- beziehungsweise Ordnungsamt. Dort läuft auch die Eintragung ins Bewacherregister. Die Kammern beraten nur. Dasselbe gilt für die Frage, ob eine Tätigkeit überhaupt sachkundepflichtig ist: Im Zweifel fragst du direkt bei der Behörde nach.
Diese Tätigkeiten brauchen weder Unterrichtung noch Sachkunde
Bewachung durch Angestellte des ObjektbetreibersReine NotrufzentralenSignalpostenBabysitterKinderbetreuung in KaufhäusernKartenabreißerHostessendiensteAuskunftserteilung bei MessenParkplatzeinweiserReine Fahrer- und KurierdiensteGeldbe- und -verarbeitungReine Schließdiensttätigkeiten
Original bereithalten
Halte das Original deines Prüfungs- oder Abschlusszeugnisses bereit, bevor du den Antrag stellst. Die Anerkennung hängt am Zeugnis und an dessen Datum, nicht an der Berufserfahrung oder an der Bezeichnung im Arbeitsvertrag.
Kein Umweg für Unternehmer
Für Gewerbetreibende gibt es keinen Umweg mehr: Die frühere Unterrichtung für Bewachungsunternehmer wurde zum 1. Dezember 2016 abgeschafft.
Prüfung geht immer
Ist die Befreiung noch nicht geklärt, kannst du die Prüfung trotzdem ablegen. Die bestandene Sachkundeprüfung ersetzt die Unterrichtung und öffnet dir zusätzlich alle Tätigkeitsfelder, für die sonst nur die Unterrichtung nötig wäre.
Das heißt für dich
Hast du einen der anerkannten Abschlüsse oder eine passende Laufbahnprüfung, legst du das Zeugnis beim Gewerbeamt vor und sparst dir die Prüfung. Für alle anderen führt der Weg über die 34a Sachkundeprüfung.
Gebühren
Was kostet die 34a Sachkundeprüfung?
Was die Prüfung kostet, legt jede IHK selbst fest. Deshalb gibt es keinen bundesweit einheitlichen Preis, sondern eine Spanne. Zwei belegte Beispiele:
182,50€
IHK Nürnberg für Mittelfranken
bis
230,00€
IHK Dresden
Die Gebühr gilt jeweils für die komplette Prüfung mit schriftlichem und mündlichem Teil. Du zahlst also nicht zweimal, wenn du beide Teile in einem Anlauf ablegst. Den genauen Betrag für deinen Standort und weitere belegte Beispiele findest du auf der Seite Kosten und Gebühren der 34a Sachkundeprüfung.
Etappe vor der Prüfung
Wie bereitest du dich auf die 34a Sachkundeprüfung vor?
Was geprüft wird, musst du nicht raten: § 7 BewachV zusammen mit Anlage 2 nennt die sieben Sachgebiete und beschreibt, wie tief sie gehen. Und § 9 Abs. 2 BewachV sagt dazu, die Prüfung soll sich auf jedes dieser Gebiete erstrecken. Das ist der Grundriss deines Lernstoffs.
Ein Grundriss zeigt dir die Räume, aber nicht, ob du dich darin zurechtfindest. Dass du den Unterschied zwischen Notwehr und Notstand einmal gelesen hast, heisst noch nicht, dass du ihn an einer Fallfrage erkennst, wenn die Zeit läuft. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Stoff kennen und Prüfung bestehen.
Ob ein Sachgebiet wirklich sitzt, merkst du erst, wenn du Fragen im Format der Prüfung beantwortest: im schriftlichen Teil sind es 82 Fragen in 120 Minuten, und bestanden ist erst ab mindestens 50 Prozent der Punkte, im schriftlichen und im mündlichen Teil getrennt.
Deshalb trainierst du bei uns mit Fragen statt mit Textmarker
Unsere Uebungsfragen sind nach den sieben Sachgebieten sortiert und im Prüfungsformat gestellt. Zu jeder Lösung steht die Norm im Wortlaut dabei, damit du nicht nur die richtige Antwort siehst, sondern auch, woraus sie folgt. So findest du die Lücken, solange du sie noch schliessen kannst, und nicht erst am Prüfungstag. Wie du daraus einen Plan machst, welche Fehler häufig passieren und was bei Deutsch als zweiter Sprache hilft, liest du auf der Seite Vorbereitung.
Austausch mit anderen Kandidaten
In unserer WhatsApp-Gruppe tauschen sich Teilnehmer zur 34a Sachkundeprüfung aus: Fragen stellen, Erfahrungen aus Prüfungen teilen, gemeinsam dranbleiben. Zur Gruppe
In Arbeit
Wir bauen deine Vorbereitung auf die 34a Sachkundeprüfung
Ein Vorbereitungsangebot, das dem Rahmenplan folgt und dich Schritt für Schritt bis zum mündlichen Teil begleitet. Es ist noch nicht fertig: Trag dich in die Warteliste ein und wir melden uns, sobald es losgeht.
39 €0 €
Die ersten 150 sichern sich beim Start den vollen Zugang. Danach 39 €.
Danke! Wir melden uns bei dir, sobald die Beta startet.
Zum Start sichern sich die ersten 150 Leute das komplette Paket für null Euro. Auf der Warteliste erfährst du sofort vom Start und hast damit überhaupt die Chance auf einen dieser Plätze, ohne Warteliste bekommst du den Start schlicht nicht mit.
Ich möchte per E-Mail benachrichtigt werden, sobald das Vorbereitungsangebot verfügbar ist, und stimme der dafür nötigen Speicherung meiner E-Mail-Adresse zu. Abmeldung jederzeit möglich. Details: Datenschutzerklärung.
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